Balver Heimatmuseum

Das "Museum für Vor- und Frühgeschichte" (früher: Balver Heimatmuseum) ist en archäologisches Museum auf dem Gelände der Luisenhütte in Wocklum.

Es wurde nach umfangreichen Umbaumaßnahmen im Mai 2006 im ehemaligen Wocklumer Stabhammer (zuletzt Schreinerei Betten) wiedereröffnet.

Sein Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der Natur- und Menschheitsgeschichte des Hönnetals vom Devonzeitalter bis ins Mittelalter. Zu den ausgestellten archäologischen Fundstücken gehören unter anderem eiszeitliche Tierfossilien, wie Knochen oder Zähne des Mammuts, des Höhlenbären, der Höhlenhyäne und des Wollnashorns.

Ausgestellt werden auch steinzeitliche Werkzeuge und Waffen aus den Höhlen des Hönnetals.

Träger des Museums ist die Stadt Balve.

Gemäß Gründungsprotokoll von 1927 sollten 3/4 der Originalfunde aus der Hönnetalerforschung in Balve bzw. den Kommunalverbänden verbleiben ("Im Übrigen sorgt Herr Professor Andrée für die Errichtung eines in wissenschaftlicher und technischer Beziehung auf der Höhe befindlichen Heimatmuseums in Balve, dem auch Gipsabdrücke von wertvollen Stücken, die an das Museum in Münster gehen, zu geben sind; wie andererseits von den 3/4 wertvollen Stücken, die in Balve bleiben, dem Museum selbstverständlich Gipsabdrucke zur Verfügung gestellt werden").

Davon kann heute wohl keine Rede mehr sein - siehe Pressemitteilung vom 08.08.2005 des LWL-Museum Herne: "Alter Westfale in alter Kiste. Späte Funde aus der Balver Höhle", in der von 80.000(!) Fundstücken aus der Balver Höhle die Rede ist ("Bereits 1939 ausgegraben, lagen sie jahrzehntelang in Kisten in den Archiven des Westfälischen Museums für Archäologie in Münster und des Sauerlandmuseums in Arnsberg. Dass aber auch in alten Kisten noch so manche Überraschung verborgen sein kann, zeigen die neuen Untersuchungen an den über 80.000 Fundstücken aus der größten offenen Gebirgshöhle Deutschlands").

Aktuell wird für das Balver Museum ein neuer Name gesucht ("kurz und knackig"). Zur Diskussion stehen "Museum Luise", aber auch "Mammuteum", "Urzeitopia", "Luiseum", "ZMM" (Zeitgeschichtliches Museum Märkischer Kreis) und "Dinomuseum Balve".

Oder einfach traditionell "Balver Heimatmuseum".

 

Aktuelle Links

Neue Ideen für das Museum in Balve (Süderländer 14.09.2017)

Museum aus Dornröschenschlaf wecken (WP 2016)

Museum bereitet der Stadt große Sorgen (WP 10.03.2015)

Information der NRW-Stiftung

Information des Märkischen Kreises

 

Geschichte des Heimatmuseums

Verhandlung über die Einrichtung eines Balver Heimatmuseums (Protokoll vom 16. März 1925)

Das Balver Heimatmuseum. Privatdozent Dr. Julius Andree, Münster. In: Balver Buch 1930.

Chronologische Übersicht:

Ab 1904 befindet sich das Museum im Amtshaus, Hönnetalstraße 8.

1914 wird das Museum mit dem Altenaer Museum zusammengelegt und zwar in Altena.

1928 steht das „Alte Rathaus“, heute Volksbank leer und das Museum wird dort neu angelegt.

1950 wird das Museum aufgelöst und die Museumsteile werden in der Johannesschule, St.-Johannes-Straße 2 auf dem Dachboden gelagert.

1968 wird die „Alte Mädchenschule“, heute Sebastianklause, Kirchplatz 2 für das Museum ganz neu gestaltet.

In den Jahren 1990-1995 befindet sich das Büro des Verkehrsvereins ebenfalls in diesem Gebäude.

1995 verlässt das Museum die „Alte Mädchenschule“, da die kath. Kirche das Gebäude verkaufen will. 1997 wird das Gebäude an Paul Stüeken verkauft.

Die Gegenstände aus dem Museum werden im Rathaus untergebracht und zwar wird alles auf den Fluren verteilt.

2006 bekommt das Museum erneut neue Räume und zwar startet ein neuer Aufbau des Museums an der Luisenhütte in der ehemaligen Schreinerei Betten am Wocklumer Hammer.